Die Corona-Krise führt bei Spitälern zu finanziellen Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe. Nun haben auch Hirslanden und das Swiss Medical Network Kurzarbeit eingeführt.

Viele Spitäler und Kliniken in der Schweiz stehen derzeit halb leer. Der Grund: Der Bundesrat hat letzte Woche per Verordnung vorsorglich alle nicht dringlichen Wahleingriffe untersagt. Die Häuser sollen sich geschlossen auf den Ansturm von Corona-Patienten vorbereiten.

Das führt bei den Spitälern zu massiven Umsatzeinbussen. Die Betten stehen leer, ein Teil der Mitarbeitenden sitzen zu Hause. Vergangene Woche hat deshalb bereits das Basler Privatspital Bethesda einen Antrag für Kurzarbeit eingereicht. Nun melden weitere Kliniken wie die Hirslanden-Gruppe und auch das Swiss Medical Network (SMN) Kurzarbeit an, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Weitere Spitäler und Reha-Kliniken dürften bald folgen.

«Wir haben an den meisten Standorten Kurzarbeit beantragt, wobei alle betroffenen Mitarbeitenden keine Lohneinbusse haben werden», sagt Hirslanden-Direktor Daniel Liedtke. Aber die Privatklinik wolle keine Leute entlassen, fügt er hinzu. «Wir zählen auf sie während und nach der Krise.»
Wer bezahlt die Vorhalteleistungen?

Nebst dem Liquiditäts-Management bleibe die Frage nach der Abgeltung der erhöhten Ausgaben für Vorhalteleistungen offen, sagt Liedtke der Zeitung weiter. Intensivpflegebetten, Beatmungsgeräte und Personal. Bis die Spitäler wieder einigermassen normal arbeiten können, dürfte es Sommer werden.

Die Privatklinikgruppe Hirslanden ist kein Einzelfall. Viele Gesundheitseinrichtungen haben derzeit paradoxerweise mit Umsatzeinbussen zu kämpfen. Die meisten Spitäler haben auf Grund der Corona-Krise finanzielle Verluste in zweistelliger Millionenhöhe, wie Christian Schär vom Verband Zürcher Krankenhäuser feststellt.

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